Herstellung von Gelatine

Gelatine ist ein tierisches Produkt, welches aus Kollagen hergestellt wird. Kollagen ist ein faserartig aufgebautes Protein. Kollagen ist aufgebaut aus drei Peptidketten und besteht zu einem großen Teil aus den Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxiprolin. Kollagen kommt hauptsächlich in der Haut und in Knochen von Säugetieren vor. Für die Herstellung von Gelatine ist die Umwandlung von wasserunlöslichem Kollagen in wasserlösliche Gelatine notwendig.

Quelle: https://www.simplycooking.ch/fileadmin/_processed_/0/6/csm_Gele_1_08f5da7cce.jpg

Die in Fruchtgummis verwendete Gelatine ist Schweinegelatine. Ausgangsmaterial sind hierbei Schweineschwarten. Als Schweineschwarten bezeichnet man die enthaarte Haut von Schweinen. Die verwendeten Schweineschwarten stammen meist von jungen, etwa 8-9 Monaten alten Tieren. Da der Ausgangsstoff Kollagen wasserunlöslich ist, müssen zuerst die Peptidbindungen aufgespalten werden. Die Schweineschwarten werden deswegen zuerst mit Schwefelsäure behandelt und dort einen ganzen Tag eingelegt. Anschließend ist das Material wasserlöslich. Die Substanz wird nun mithilfe steigender Temperatur im Wasser extrahiert. Danach wird die Lösung gereinigt, eingedickt, getrocknet und je nach Bedarf gemahlen oder in Form gepresst.

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